DER VEREIN

SIE hinterlassen Spuren in unseren Herzen !

Der Ursprung unseres Vereins liegt in einem Ortsverein der Spezialzuchtgemeinschaft Dobermann der 1956 in Dessau neben anderen Sportfreunden vom damaligen Hauptzuchtwart für Dobermänner Kurt Wolf gegründet wurde. Der Verein war zu dieser Zeit der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) angeschlossen. 1968 erfolgte die Trennung aller Tiersportarten von der GST und der Hundesport wurde dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) als Sektion Dienst-und Gebrauchshunde organisatorisch unterstellt. Unser Ausbildungsplatz lag mitten im Wohngebiet Tempelhofer Straße Auf Grund von Eingaben der Bewohner, die sich durch unsere Übungsstunden belästigt fühlten, mussten wir den Platz 1973 aufgeben.

Unser Verein zog auf den heutigen Standort um. Die nötigen Formalitäten wurden vom Rat der Stadt und unserem Vorstand zur damaligen Zeit sehr unkompliziert abgewickelt. Gleichzeitig suchten wir uns einen Trägerbetrieb und wurden 1974 in die Betriebssportgemeinschaft des damaligen RAW Dessau aufgenommen. Beim Neuaufbau des Vereins waren unter anderem die Sportfreunde Kurt Wolf (Obmann der Spezialzuchtgemeinschaft und bekannter Dobermannzüchter), Fritz Döhne mit Airedale-Terrier (als langjähriger Vorsitzender ab1984 und Ehrenvorsitzender), Renate und Johannes Lantsch mit Dalmatiner (Renate als unsere langjährige „Finanzministerin“), Lothar Große mit Dobermann (als Vorsitzender von 1974 bis 1984), Kurt Lüdecke mit Collie, Felix Olberg, Helmut Kleebusch und Gerhard Faber führend tätig. In dieser Zeit hatte der Verein bis zu 40 Mitglieder.

Es lag viel Arbeit vor uns, denn der Platz war dicht bewachsen mit Goldregen und jungem Wildwuchs aus Strauchwerk, Birken und Erlen: Auf Grund guter Verbindungen zum Raw-Dessau und als Teil der Betriebssportgemeinschaft der Eisenbahner konnten wir auch mit betrieblicher Unterstützung alle Arbeiten in Angriff nehmen.

So mussten ca. 1 ha Gelände gerodet, eingeebnet und mit Rasen besät werden. Da das Gebiet unmittelbar am Mosigkauer Forst angrenzt, wurde der Platz nach „leidvoller“ Wildschweinerfahrung auch schnellstens umzäunt.

1975 konnten wir als Ergebnis unserer Hilfe bei der Absicherung der größten Eisenbahnausstellung der DR anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Elektrifizierung der Strecke Bitterfeld –Dessau eine Holzhütte als Vereinsheim aufbauen.

Brunnen und Trockentoiletten folgten 1977.

Gleichzeitig wurde natürlich geschult und ausgebildet, Prüfungen und Körungen veranstaltet und erfolgreich absolviert sowie in Leistungsschauen beste Platzierungen erreicht.

An vielen betrieblichen Veranstaltungen nahmen wir aktiv mit Vorführungen unserer Hunde aber auch zu Bewachungsmaßnahmen teil. Auch bei vielen städtischen Veranstaltungen waren wir präsent.

Von Anfang an bezogen wir möglichst viele Hunderassen in unsere Arbeit mit ein und auch Mischlinge durften und sollten bei uns mitmachen. Das war zu dieser Zeit nicht überall üblich und durch die Sektion auch nicht erwünscht. Der langjährige Vorsitzende musste 1984 aus beruflichen Gründen den Vorsitz abgeben. Neuer Vorsitzender wurde Fritz Döhne.

Nach der Wende konnten wir leider nicht mehr in der Betiebssportgemeinschaft verbleiben, da diese aufgelöst wurde und der Verein wurde erneut umgewandelt.

Wir mussten eingetragener Verein werden, die Anbindung an den Landesverband Sachsen-Anhalt des SGSV suchen und somit auch Mitglied des VdH (Verband für deutsches Hundewesen) werden. Wir wurden zum „Hundesportverein Dessau-Süd e.V.“

Das Gelände wurde reprivatisiert und ist jetzt Pachtland.

Auf grund seines Alters und Gesunheitszustandes mußte Fritz den Vorsitz des Vereins aufgeben. Er blieb aber bis zu seinem Ableben, auf Wunsch der Mitglieder des Vereins, Ehrenvorsitzender des Hundesportvereins Dessau-Süd e.V. .

Ihm folgten als Vorsitzender Helmut Kleebusch und Peter Deutschbein.

Aber auch jetzt wurde und wird mit erheblichem Aufwand weiter an unserem Platz gearbeitet. Besonders heben wir dabei die Leistungen der Sportfreunde Peter Deutschbein, Andreas Spröte, Achim Richter, Uwe Hemme hervor, die gemeinsam mit allen Mitgliedern nach dem Verlust unseres Vereinsheimes durch Brandstiftung mit außerordentlichem Einsatz und auch privaten Mitteln ein Weiterbestehen des Vereins und unser neues modernes Vereinsheim ermöglichten.

Daneben, aber nicht nebenbei, fielen in diese Zeit auch große sportliche Erfolge von Mitgliedern unseres Vereines im Bereich Schutz- und Gebrauchs- sowie Fährtenhunde und Turnierhundesport. Vom Verein wurden Veranstaltungen und Prüfungen organisiert, die allen Teilnehmern und Organisatoren unvergesslich bleiben. Auch hier seien einige Namen genannt: Andreas Spröte, Peter Deutschbein, Joachim Richter, Gisela Berg, Sandra Kittel, Olaf Goehl.

Besonders in der Ausbildungsphilosophie unseres Vereines schlägt sich das Wirken von Andreas Spröte nieder. Er lehrte uns den Teamumgang mit unseren Hunden nach den Erkenntnissen von Ekard Lind (Lind-Art), die kaum ein anderer so verinnerlicht hat wie Andreas.

Heute sind uns alle interessierten Hundefreunde willkommen.